Samstag, 31. März 2012

Neues

 




"Man muss etwas Neues machen, um etwas Neues zu sehen."
                                                  Georg Ch. Lichtenberg



Mittwoch, 21. März 2012

Resignation für Anfänger


Suche du nichts. Es gibt nichts zu finden,
Nichts zu ergründen. Finde dich ab.
Kommt ihre Zeit, dann blühen die Linden
Über dem frischgeschaufelten Grab.

Kommt seine Zeit, dann schwindet das Dunkel,
funkelt das wiedergeborene Licht.
Nichts ist zu Ende. alles geht weiter.
Und du wirst heiter. Oder auch nicht.

Zwischen Vergehen und Wiederbeginnen
Liegt das Unmögliche. Und es geschieht.
Wie und Warum waren nie zu ersinnen.
Neu klingt dem Neuen das uralte Lied.

Geh nicht zu Grunde, den Sinn zu ergründen.
Suche du nicht. Dann magst du ihn finden.
                                           (Mascha Kaléko)

Donnerstag, 5. Januar 2012

Gloria Estefan-Can't Stay Away From You




Time flies when you're having fun
I heard somebody say
But, if all I've been is fun
Then, baby, let me go; don't wanna be in your way
And I don't wanna be your second choice
Don't wanna be just your friend
You keep telling me that you're not in love
You wanna throw it all away
But I can't stay away from you
I don't wanna let you go
And, though it's killing me--that's true
There's just some things I can't control
Your love is slipping through my hands
And, though I've heard it all before
I know you're telling me the truth
I know it's just no use
But I can't stay away from you
Hold on to ev'ry bit of hope
That's all I ever do
Hoping you might change your mind
And call me up to say how much you need me, too
And, though you're leaving me no other choice
Than to turn and walk away
Look over your shoulder--I'll be there
You can count on me to stay
'Cause I can't stay away from you
I don't wanna let you go
And, though it's killing me--that's true
There's just some things I can't control
Your love is slipping through my hands
And, though I've heard it all before
I know you're telling me the truth
I know it's just no use
But I can't stay away from you

Dienstag, 3. Januar 2012

An den Politiker - Do polityka













Do polityka                                                       An den Politiker

Kto ty jesteś, człowieku                                  Wer bist du, Mensch
Zbrodniarz, czy bohater?                               Verbrecher, oder Held?
Ty, którego do czynu                                      Du, der von der Nacht
Wychowała noc                                               Zur Tat erzogen wurde
Oto starca i dziecka                                        Das Schicksal von Alt, von Kind
W ręku dzierżysz los a                                   In deiner Hand und
I twarz twoja zakryta                                       Dein Gesicht verdeckt
Jak Golem nad światem                                 Wie Golem über der Welt
Kto ty jesteś, człowieku?                                Wer bist du, Mensch?

Czy obrócisz w popioły                                  Wirst du die Heimat, das Land
Miasto czy ojczyznę?                                     In Schutt und Asche legen?
Stój! Zadrżyj w sercu swoim                          Halt! Lass dein Herz zerreißen
Nie umywaj rąk                                               Wasche deine Hände nicht in Unschuld
Nie oddawaj wyroku                                       Überlasse das Urteil 
Niespełnionym dziejom                                 Keiner unerfüllten Geschichtsschreibung
Twoja jest waga                                              Dein ist die Bedeutung
I twój jest miecz                                               Und dein ist das Schwert

Ty ponad ludzką troską                                  Du über die menschliche Sorge
Gniewem i nadzieją                                         Mit Zorn und Hoffnung
Ocalasz albo gubisz                                        Retttest du oder vernichtest
Pospolitą rzecz                                                Die "res publica"
Gwarne miasta i pola                                      Betriebsame Städte und Felder
Kopalnie, okręty                                               Bergwerke, Schiffe
Na twojej dłoni ludzkiej                                    Auf deiner menschlichen Hand
Jakże ludzkiej                                                   Aber sicher menschlichen
Patrz: linia twego życia                                    Schau hin: Die Lebenslinie
Tędy będzie szła                                              Da entlang wird sie dich führen

Trzykroć błogosławiony                                   Dreifach gesegnet
Po trzykroć przeklęty                                       Dreimal verflucht
Władco dobra lub zła                                       Herrscher über Gut oder Böse
Władco dobra, albo władco zła                       Herrscher des Guten, oder Herrscher des Bösen
Kto ty jesteś, człowieku?                                  Wer bist du, Mensch?

Czesław Miłosz                                                 Czesław Miłosz
                                                                            (in eigener Übersetzung)                                   


Sonntag, 1. Januar 2012

Nänie - Auch das Schöne muß sterben

Auch das Schöne muß sterben! Das Menschen und Götter bezwinget,
    Nicht die eherne Brust rührt es des stygischen Zeus.
Einmal nur erweichte die Liebe den Schattenbeherrscher,
    Und an der Schwelle noch, streng, rief er zurück sein Geschenk.
Nicht stillt Aphrodite dem schönen Knaben die Wunde,
    Die in den zierlichen Leib grausam der Eber geritzt.
Nicht errettet den göttlichen Held die unsterbliche Mutter,
    Wann er, am skäischen Tor fallend, sein Schicksal erfüllt.
Aber sie steigt aus dem Meer mit allen Töchtern des Nereus,
    Und die Klage hebt an um den verherrlichten Sohn.
Siehe! Da weinen die Götter, es weinen die Göttinnen alle,
    Daß das Schöne vergeht, daß das Vollkommene stirbt.
Auch ein Klaglied zu sein im Mund der Geliebten ist herrlich;
    Denn das Gemeine geht klanglos zum Orkus hinab.



Friedrich Schiller
Vertont von Johannes Brahms

Samstag, 31. Dezember 2011

Mija rok - Czerwone Gitary.wmv



CZERWONE GITARY
mija rok

Tyle darów rok nam przyniósł:
Pszczołom łąki kwiatów pełne,
Ludziom dał łany zbóż,
Zbożom dał pełen kłos,

Przykrył pola płachtą śniegu,
Aby zimą odpoczęły.
Myślisz ty, myślę ja,
Co nam rok miniony dał.

To był rok, dobry rok.
Z żalem dziś żegnam go.
Miejsce da nowym dniom
Stary rok, dobry rok.

Mija dla nas dniem szczęśliwym,
W którym znów jesteśmy razem.
Nieraz nam smutek niósł,
Nieraz nam radość niósł.

Pierwszej gwiazdy dziś zapytaj,
Co następny rok przyniesie.
Czekam ja, czekasz ty ...
Północ już - zegar zaczął bić.

Mija rok, dobry rok.
Z żalem dziś żegnam go.
Miejsce da nowym dniom
Stary rok, dobry rok.

To był rok, dobry rok.
Z żalem dziś żegnam go.
Miejsce da nowym dniom
Stary rok, dobry rok.

Montag, 26. Dezember 2011

Bach und Rhein - zur Rekreation des Gemüts


«Sofern man Bachs Musik nicht als vollkommener und gewitzigter Kenner des Kontrapunktes und aller Arten des fugierten Stiles hört und demgemäß des eigentlichen artistischen Genusses entraten muss, wird es uns als Hörern seiner Musik zumute sein (um uns grandios mit Goethe auszudrücken), als ob wir dabei wären, wie Gott die Welt schuf.»
Friedrich Nietzsche - Menschliches, Allzumenschliches II – 149

«Nicht Bach, sondern Meer sollte er heissen wegen seines unendlichen, unerschöpflichen Reichtums an Tonkombinationen und Harmonien. Bach ist der Urvater der Harmonie.»
Ludwig van Beethoven (1770-1827)

«Für mich gibt es nur einen konkreten Beweis für die Existenz Gottes: die Musik von Johann Sebastian Bach.»
Emil Cioran (rumänischer Philosoph 1911-1955)

«Manchmal sage ich zum Spass: Wenn Bach nicht im Himmel ist, dann möchte ich da gar nicht hin. Bach ist vermutlich der einzige Komponist, dessen Werk so grossartig, so anspruchsvoll für den Musiker und so reich an spiritueller Kraft für Zuhörer wie Interpreten ist, dass man gern ein Jahr allein in seiner Gesellschaft verbringen möchte.»
Sir John Eliot Gardiner (englischer Dirigent *1943)

«So hat auch Johann Sebastian Bach, obgleich evangelischer Christ, das unvergleichliche Werk der h-Moll-Messe geschaffen, die doch wohl als eine innere Einheit komponiert ist und uns die Kraft eines Glaubens spüren lässt, durch den uns die Gegenwart Gottes von innen her anrührt.»
Papst Benedikt XVI (*1927)


Und J.S. Bach selbst sagte z.B.:

«Alles, was man tun muss, ist, die richtige Taste zum richtigen Zeitpunkt zu treffen.»
Johann Sebastian Bach (1685 - 1750)

«Wenn ich einmal sollt scheiden, so scheide nicht von mir…»
Johann Sebastian Bach (1685 - 1750)

Angeregt durch die schöne Deutschlandfunk-Sendung: Zur Ehre Gottes und Rekreation des Gemüts – Johann Sebastian Bach und die Dimension des Religiösen von Burkhard Reinartz

Montag, 19. Dezember 2011

Epiktet - Gemütsruhe


Wer sitzt denn da? Rotkehlchen? 

"Gemütsruhe

Bei allem, was die Seele ergötzt oder Nutzen schafft oder dir lieb und wert ist, vergiß nicht, ausdrücklich zu erwägen, welcher Art es sei, und fange beim Geringsten an. Wenn dir ein Topf gefällt, denke: «Mir gefällt ein Topf.» Zerbricht er dann, so , wird es dir nichts ausmachen. Wenn du dein Kind oder deine Frau küßt, so sage dir, daß du einen Menschen küßt. Stirbt er, so wird es dir nichts ausmachen."

Epiktet - "Das Buch vom geglückten Leben" 

Ob Topf, oder Mensch - kein Unterschied! So muss man es sehen können! 


Sonntag, 18. Dezember 2011

Vierte Advent - Gut und Böse - rechts und links

Wasserstand im Rhein - ziemlich hoch
Jenseits von Gut und Böse

"Auf den ersten Blick taugt die traditionelle ideologiepolitische Unterscheidung zwischen links und rechts nur noch wenig. Der zweite Blick führt in fast märchenhafte Tiefen."

Artikel von Professor Dr. Hermann Lübbe, FAZ - 16.12.2011

aus Teil 1:
„Protestlergruppen, die im Gleichschritt marschieren, gelten als rechtsgerichtet, wallende Mengen hingegen sind links einzuordnen, und das erst recht, wenn sie gar Kleinkinder mit sich führen, die Fähnchen schwenken. (...) Respekt vor Geltungshierarchien, so will es die gemeine Meinung, ist eher rechts verbreitet, links hingegen demonstrative correctnessbewachte Egalität. „Christinen“ findet man links. Rechts ist man, Frau oder Mann, „Christ“ geblieben.“
 
aus Teil 3:
„.. dazu wird der Bürger statt bei seinen handfesten Interessen sogleich für die höchsten Werte in Anspruch genommen. Sogar verfügbare energiepolitische Optionen werden kurzerhand auf diejenigen reduziert, die just als schöpfungsbewahrungsdienlich gelten. Das Votum der Ethik-Kommission durchhaut den Knoten der Sachprobleme, die nach Für und Wider von den Kosten bis zu den technischen und naturalen Kausalitäten politisch in den zuständigen Institutionen und Gremien zu erörtern und dann zu entscheiden gewesen wären. Für die Merkwürdigkeit, in politischen Auseinandersetzungen um währungs- und geldpolitische Fälligkeiten das Großziel des Friedens in Anspruch zu nehmen, gilt Analoges.

Der Strom bring viel Leckeres mit
Die Schadenfolgen solcher Moralisierung der Politik sind beträchtlich. Politische Ansichtssachen über Nutzten und Nachteil werden zu Gesinnungsalternativen in der Wahl zwischen Gut und Böse erhoben. (...)

Mit der Dynamik und Komplexität unserer zivilisatorischen Lebensverhältnisse wächst zugleich wie nie zuvor die Vielfalt der Interessen, Betroffenheiten und Befindlichkeiten der Bürger, die man über seine gewählten Repräsentanten hinaus auch durch sich selbst vertreten sein lassen möchte. Kurz: Der Ruf nach direktdemokratischen Entscheidungsverfahren wird lauter.

Einsichten in Wahrheit und höhere Moralität lassen sich damit nicht erreichen, wohl aber höhere Grade unwidersprechlicher Legitimität neuer Verbindlichkeiten durch Stimmenmehrheit. Ebendarauf sind Demokratien in einer Zivilisation angewiesen, in der die Pluralität alternativer, auch konkurrierender Lebensformen und die Fülle unserer wechselseitigen Abhängigkeiten diskursiv längst uneinholbar geworden sind.“ 

Samstag, 17. Dezember 2011

Ist das die Liebe? - Paзве ли это любовь?

Familienbild 1887

Ist das die Liebe?
Die Ehe von Lew Tolstoi und seiner Frau Sonja:
Aus Tagebüchern und Briefen
Von Andrea Clemen
Regie: Ulrich Gerhardt
Komposition: Daniel Dieckmais
Mit Bibiana Beglau, Ernst Jacobi


"Bis um drei Uhr wach gelegen. Wie ein 16-jähriger vor mich hin geträumt, mich gequält. Ist das die Liebe?" Diesen Stoßseufzer notiert Tolstoi im Tagebuch, nachdem er 1862 Sonja Bers kennengelernt hatte, die mit ihrer Familie auf einem Nachbargrundstück den Sommer verbringt. Sonja ist 18, Tolstoi 34. Er ist rasend verliebt, er macht ihr einen Antrag und wird erhört. Am 17. September wird die Verlobung bekannt gegeben. Am 23. September findet die Hochzeit statt. So beginnt eine 48 Jahre dauernde Ehe, die man die stürmischste Ehe der Literaturgeschichte des 19. Jahrhunderts genannt hat.



DEUTSCHLANDFUNK

Ehepaar im September 1910
am 48. Hochzeitstag 



Sofja Andrejewna Behrs wuchs im Kreml in einer Familie auf, in der ihr Urgroßvater Hans Behrs vom preußischen König Mitte des 18. Jahrhunderts als Instruktor in die Armee der Zarin Elisabeth nach Russland entsandt worden war, ihr Vater war Arzt im Kreml. Die Mutter war Ljubow Alexandrowna, geb. Islawinoj (1826-1886). Sofja war die zweite von drei Töchtern. Sie legte zu Beginn der sechziger Jahre die Prüfung zur Hauslehrerin ab.

Mit achtzehn Jahren machte ihr der 16 Jahre ältere, zu dieser Zeit bereits literarisch erfolgreiche Graf Tolstoi, der ein Bekannter der Familie war, einen Heiratsantrag. Die Verlobungszeit war knapp eine Woche, am 23. September 1862 heirateten sie im Kreml in der Mariä-Verkündigungs-Kathedrale. Tolstaja zog auf Tolstois Landgut Jasnaja Poljana.

Ihre jugendlichen Schreibversuche gab sie auf und verbrannte diese und ihre Tagebücher. Tolstoi wiederum gab ihr seine Tagebücher zu lesen, aus denen sie entnehmen konnte, dass er vor dieser seiner großen Liebe schon viele Frauen gehabt hatte (diese Szene wiederholte er dann später literarisch in Anna Karenina und im 5. Kap. der Kreutzersonate).

Tolstoja war sechzehnmal schwanger, hatte drei Fehlgeburten, von den dreizehn Kindern erreichten acht das Erwachsenenalter, eine Empfängnisverhütung lehnte Leo ab. Für Tolstoi las sie mit großer Begeisterung die Entwürfe zu seinem Roman Krieg und Frieden und fertigte sieben Reinschriften an. In der Phase der Entstehung der Anna Karenina starben drei der Kinder und zwei Tanten und Sofja erkrankte schwer, so dass eine gemeinsame Arbeit nicht möglich war. In den achtziger Jahren zog die Familie nach Moskau, um den Kindern eine Ausbildung in der Stadt zu ermöglichen, das Ehepaar entfremdete sich zunehmend. „Er entfernte sich, aber nicht im alltäglichen Leben, sondern in seinen Schriften, seinen Predigten an die Menschen, wie man leben solle“.

Der Roman Die Kreutzersonate entstand um 1890, da waren die beiden 25 Jahre verheiratet. Es wird ein krankhaft eifersüchtiger Mann dargestellt, der sich der Versuchung durch die weibliche Sexualität hilflos ausgesetzt sieht und der sich nur durch Mord aus den Fesseln der Ehe und der Sinnlichkeit befreien kann. Sie sei die Quelle seiner Lust, er sei die Quelle ihres Auskommens.

In der Leseöffentlichkeit wurde die Frau mit Sofja gleichgesetzt. Obwohl Tolstaja sich durch die Darstellung zutiefst gedemütigt sah, setzte sie sich doch bei der Zensurbehörde für das Werk ein, in der vergeblichen Hoffnung, dass durch eine Veröffentlichung die durch Abschriften des Manuskripts bereits kursierenden Gerüchte sich auflösen würden. Sie schrieb einen Gegenentwurf: „Wessen Fehl? Die Erzählung einer Frau. (anläßlich der „Kreutzersonate“ Lew Tolstois. Niedergeschrieben von der Gattin Lew Tolstois in den Jahren 1892/1893)“, aber es kam nicht zu einer Veröffentlichung.

Die Krise der Ehepartner wurde dramatisch, als Tolstoj sich von jeglichem Besitz trennen wollte. Zuletzt verließ er mit seinem „Schüler“, dem slowakischen Arzt Dušan Makovický das Gut Jasnaja Poljana und starb unter den Augen der herbeigeeilten Weltöffentlichkeit auf einer Bahnhofsstation.

Sie überlebte Tolstoi um neun Jahre.

Sie hinterließ eine große Sammlung von eigenen Fotografien, sowie Tagebücher und Erinnerungen. Der Gegenroman zur „Kreutzersonate“ wurde mit einhundert Jahren Verspätung in Russland herausgegeben und 2008 unter dem Titel „Eine Frage der Schuld“ ins Deutsche übersetzt. Ihr Kurzroman "Lied ohne Worte", den sie in den Jahren 1897–1900 niederschrieb, erschien 2010 als Weltpremiere in deutscher Übersetzung. Das Werk ist in Russland bis heute unveröffentlicht.

Quelle: Wikipedia



Das Grab Lew Tolstois in Jasnaja Poljana

Brief von Tolstoi an seine Frau, gelassen bei seinem Verlassen von Jasnaja Poljana am 28. Oktober 1910. Sie hat ihn nicht mehr lebend gesehen.

Письмо Л.Н. Толстого жене, оставленное перед отъездом из Ясной Поляны:

1910 г. Октября 28. Ясная Поляна.

Отъезд мой огорчит тебя. Сожалею об этом, но пойми и поверь, что я не мог поступить иначе. Положение мое в доме становится, стало невыносимым. Кроме всего другого, я не могу более жить в тех условиях роскоши, в которых жил, и делаю то, что обыкновенно делают старики моего возраста: уходят из мирской жизни, чтобы жить в уединении и тиши последние дни своей жизни.
Пожалуйста, пойми это и не езди за мной, если и узнаешь, где я. Такой твой приезд только ухудшит твое и мое положение, но не изменит моего решения. Благодарю тебя за твою честную 48-летнюю жизнь со мной и прошу простить меня во всем, чем я был виноват перед тобой, так же как и я от всей души прощаю тебя во всем том, чем ты могла быть виновата передо мной. Советую тебе помириться с тем новым положением, в которое ставит тебя мой отъезд, и не иметь против меня недоброго чувства. Если захочешь что сообщить мне, передай Саше, она будет знать, где я, и перешлет мне, что нужно; сказать же о том, где я, она не может, потому что я взял с нее обещание не говорить этого никому.

Лев Толстой.

28 октября.
Собрать вещи и рукописи мои и переслать мне я поручил Саше.
Л. Т.
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