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Mittwoch, 21. Januar 2009

Dr. Stefanie Scheu (Biologie) - Junges Kolleg, Akademie der Wissenschaften NRW



Jahrgang 1973

Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf

Institut für Medizinische Mikrobiologie und Krankenhaushygiene

Universitätsstrasse 1

40225 Düsseldorf


stefanie.scheu@uni-duesseldorf.de


Die Wissenschaft fängt eigentlich erst da an interessant zu werden, wo sie aufhört.

Justus von Liebig


Stefanie Scheu ist seit 2007 Leiterin einer Emmy Noether-Nachwuchsgruppe am Institut für Medizinische Mikrobiologie und Krankenhaushygiene der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf. Sie studierte Biologie an der Technischen Universität München, wo sie 2002 am Institut für Medizinische Mikrobiologie, Immunologie und Hygiene über Aktivierungsmechanismen von T Lymphozyten und die Entwicklung lymphatischer Organe promovierte.


Im Jahr 2003 ging Sie für einen dreijährigen Forschungsaufenthalt als Postdoktorandin und Emmy Noether-Stipendiatin an die University of California in San Francisco und vertiefte dort ihre Studien der molekularbiologischen Grundlagen der T Zell Differenzierung. 2006 begann sie den Aufbau einer unabhängigen wissenschaftlichen Arbeitsgruppe in Düsseldorf.


Ihre Forschungsschwerpunkte liegen auf dem Gebiet der Infektionsimmunologie, im Besonderen der Aufklärung der Funktion von Zytokinen und deren Rezeptoren innerhalb der Immunabwehr gegen virale, bakterielle und eukaryontische Krankheitserreger. Dies erfolgt anhand der Generierung von gendefizienten und Reporter-Mauslinien. Deren Analyse erlaubt die funktionale Definition der einzelnen molekularen Komponenten des Immunsystems in komplexen in vivo Infektionsmodellen innerhalb des Gesamtorganismus und die Visualisierung der individuellen daran beteiligten Zellpopulationen in situ. Unter Verwendung von Methoden aus dem Bereich der molekular- und zellbiologischen Grundlagenforschung werden neue Ansätze für Therapie- und Impfstrategien entwickelt, am Tiermodell getestet und auf ihre Einsetzbarkeit in biomedizinischen Anwendungsbereichen überprüft.


Ausgewählte Publikationen:

S. Scheu, P. Dresing, R.M. Locksley: Visualization of IFN-beta production by plasmacytoid versus conventional dendritic cells under specific stimulation conditions in vivo, in: Proc. Natl. Acad. Sci. U. S. A., in press.

S. Scheu, D.B. Stetson, R.L. Reinhardt, J.H. Leber, M. Mohrs, R.M. Locksley: Activation of the integrated stress response during T helper cell differentiation, in: Nat. Immunol. 7 (2006), S. 644-651.

S. Scheu, J. Alferink, T. Potzel, W. Barchet, U. Kalinke, K. Pfeffer: Targeted disruption of LIGHT causes defects in costimulatory T cell activation and reveals cooperation with lymphotoxin beta in mesenteric lymph node genesis, in: J. Exp. Med. 195 (2002), S. 1613-1624.

Sonntag, 18. Januar 2009

Dr. Kai P. Schmidt (Physik) - Junges Kolleg, Akademie der Wissenschaften NRW



Dr. Kai P. Schmidt


Jahrgang 1975

Technische Universität Dortmund

Lehrstuhl für theoretische Physik I

Otto-Hahn-Str. 4

44221 Dortmund


schmidt@fkt.physik.tu-dortmund.de

“Die Neugier steht immer an erster Stelle eines Problems, das gelöst werden will.”

Galileo Galilei


Dr. Kai P. Schmidt ist Leiter einer EURYI Nachwuchsgruppe an der Technischen Universität Dortmund. Seine aktuelle Forschung befindet sich im Brennpunkt der Forschungsfelder frustrierter Quantenmagnetismus, kalter Quantengase in optischen Gittern, Quantencomputer und Quanteninformation.


Nach Studium der Physik an der Friedrich-Wilhelm Universität Bonn und der University of New South Wales in Sydney promovierte er an der Universität zu Köln über die spektralen Eigenschaften niedrigdimensionaler Quantenmagnete.


Nach Abschluss einer einjährigen PostDok-Phase in Köln, in der er Streifenphasen der Hochtemperatursupraleiter und die Physik ultrakalter Quantengase in optischen Gittern studierte, wechselte er als PostDok an die Ecole Polytechnique de Lausanne, wobei er sich insbesondere mit der Physik stark frustrierter Systeme beschäftigte.


Nach Gewinn des European Young Investigator Awards (EURYI) 2007 leitet er nun seit Anfang 2008 eine Nachwuchsgruppe an der Technischen Universität Dortmund.


Ausgewählte Publikationen:

K.P. Schmidt and G.S. Uhrig, Excitations in OneDimensional S = ½ Quantum Antiferromagnets, In: Physical Review Letters 90, 227204 (2001).

K.P. Schmidt, S. Dusuel, and J. Vidal, Emergent Fermions and Anyons in the Kitaev Model, In: Physical Review Letters 100, 057208 (2008).

K.P. Schmidt, J. Dorier, A. Läuchli, and F. Mila, Supersolid Phase Induced by Correlated Hopping in Spin 1/2 Frustrated Quantum Magnets, In: Physical Review Letters 100, 090401 (2008).