Posts mit dem Label Junges Kolleg werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Junges Kolleg werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Freitag, 23. Januar 2009

Dr. Jörg Behler (Chemie) - Junges Kolleg, Akademie der Wissenschaften NRW



Jahrgang 1975

Ruhr-Universität Bochum,

Lehrstuhl für Theoretische Chemie

Universitätsstraße 150

44780 Bochum


joerg.behler@theochem.ruhr-unibochum.de


„One thing I have learned in a long life:

that all our science, measured against reality, is primitive and childlike – and yet it is the most precious thing we have.“

Albert Einstein


Jörg Behler ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Theoretische Chemie an der Ruhr-Universität Bochum und arbeitet zur Zeit am Aufbau einer Nachwuchsgruppe.


Sein Chemiestudium in Dortmund schloss er im Jahr 2000 mit einer Diplomarbeit über Molekulardynamik-Simulationen von Kohlenhydraten in wässriger Lösung ab, die er an der University of Reading in England anfertigte.


Zur Doktorarbeit wechselte er anschließend an das Fritz-Haber-Institut der Max-PlanckGesellschaft in Berlin.


Dort beschäftigte er sich mit der Wechselwirkung von Sauerstoffmolekülen mit Metalloberflächen, die von großer Bedeutung für das Verständnis von Korrosionsprozessen und der Arbeitsweise von Katalysatoren ist. Auf Grundlage dieser Arbeiten promovierte er im Jahr 2004 am Fachbereich Physik der Technischen Universität Berlin. Seine Doktorarbeit wurde mit der Otto-Hahn-Medaille der Max-Planck-Gesellschaft ausgezeichnet.


Nach einem weiteren Jahr am Fritz-Haber-Institut wechselte er 2006 mit einem Stipendium der Deutschen Forschungsgemeinschaft an die ETH Zürich, um dort als Postdoktorand neue Methoden zur Untersuchung des Verhaltens von Materialien, wenn sie hohem Druck ausgesetzt sind, zu entwickeln. Seit Juli 2007 arbeitet er an der Fakultät für Chemie und Biochemie der Ruhr-Universität Bochum und beschäftigt sich dort mit Fragestellungen der heterogenen Katalyse und der Materialwissenschaften.


Zum Studium der beteiligten komplexen Systeme verwendet er ein weitgefächertes Spektrum von Methoden, das von der theoretischen Festkörperphysik über die Quantenchemie bis hin zur Informatik reicht.


Ausgewählte Publikationen:

J. Behler, B. Delley, S. Lorenz, K. Reuter, M. Scheffler: Dissociation of O2 at Al(111): The Role of Spin Selection Rules, in: Phys. Rev. Lett. 94 (2005), S. 36104.

J. Behler, B. Delley, K. Reuter, M. Scheffler: Nonadiabatic potential-energy surfaces by constrained density-functional theory, in: Phys. Rev. B 75 (2007), S. 115409.

J. Behler, M. Parrinello: Generalized Neural-Network Representation of High-Dimensional Potential-Energy Surfaces, in: Phys. Rev. Lett. 98 (2007), S. 146401.


Mittwoch, 21. Januar 2009

Dr. Stefanie Scheu (Biologie) - Junges Kolleg, Akademie der Wissenschaften NRW



Jahrgang 1973

Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf

Institut für Medizinische Mikrobiologie und Krankenhaushygiene

Universitätsstrasse 1

40225 Düsseldorf


stefanie.scheu@uni-duesseldorf.de


Die Wissenschaft fängt eigentlich erst da an interessant zu werden, wo sie aufhört.

Justus von Liebig


Stefanie Scheu ist seit 2007 Leiterin einer Emmy Noether-Nachwuchsgruppe am Institut für Medizinische Mikrobiologie und Krankenhaushygiene der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf. Sie studierte Biologie an der Technischen Universität München, wo sie 2002 am Institut für Medizinische Mikrobiologie, Immunologie und Hygiene über Aktivierungsmechanismen von T Lymphozyten und die Entwicklung lymphatischer Organe promovierte.


Im Jahr 2003 ging Sie für einen dreijährigen Forschungsaufenthalt als Postdoktorandin und Emmy Noether-Stipendiatin an die University of California in San Francisco und vertiefte dort ihre Studien der molekularbiologischen Grundlagen der T Zell Differenzierung. 2006 begann sie den Aufbau einer unabhängigen wissenschaftlichen Arbeitsgruppe in Düsseldorf.


Ihre Forschungsschwerpunkte liegen auf dem Gebiet der Infektionsimmunologie, im Besonderen der Aufklärung der Funktion von Zytokinen und deren Rezeptoren innerhalb der Immunabwehr gegen virale, bakterielle und eukaryontische Krankheitserreger. Dies erfolgt anhand der Generierung von gendefizienten und Reporter-Mauslinien. Deren Analyse erlaubt die funktionale Definition der einzelnen molekularen Komponenten des Immunsystems in komplexen in vivo Infektionsmodellen innerhalb des Gesamtorganismus und die Visualisierung der individuellen daran beteiligten Zellpopulationen in situ. Unter Verwendung von Methoden aus dem Bereich der molekular- und zellbiologischen Grundlagenforschung werden neue Ansätze für Therapie- und Impfstrategien entwickelt, am Tiermodell getestet und auf ihre Einsetzbarkeit in biomedizinischen Anwendungsbereichen überprüft.


Ausgewählte Publikationen:

S. Scheu, P. Dresing, R.M. Locksley: Visualization of IFN-beta production by plasmacytoid versus conventional dendritic cells under specific stimulation conditions in vivo, in: Proc. Natl. Acad. Sci. U. S. A., in press.

S. Scheu, D.B. Stetson, R.L. Reinhardt, J.H. Leber, M. Mohrs, R.M. Locksley: Activation of the integrated stress response during T helper cell differentiation, in: Nat. Immunol. 7 (2006), S. 644-651.

S. Scheu, J. Alferink, T. Potzel, W. Barchet, U. Kalinke, K. Pfeffer: Targeted disruption of LIGHT causes defects in costimulatory T cell activation and reveals cooperation with lymphotoxin beta in mesenteric lymph node genesis, in: J. Exp. Med. 195 (2002), S. 1613-1624.

Sonntag, 18. Januar 2009

Dr. Kai P. Schmidt (Physik) - Junges Kolleg, Akademie der Wissenschaften NRW



Dr. Kai P. Schmidt


Jahrgang 1975

Technische Universität Dortmund

Lehrstuhl für theoretische Physik I

Otto-Hahn-Str. 4

44221 Dortmund


schmidt@fkt.physik.tu-dortmund.de

“Die Neugier steht immer an erster Stelle eines Problems, das gelöst werden will.”

Galileo Galilei


Dr. Kai P. Schmidt ist Leiter einer EURYI Nachwuchsgruppe an der Technischen Universität Dortmund. Seine aktuelle Forschung befindet sich im Brennpunkt der Forschungsfelder frustrierter Quantenmagnetismus, kalter Quantengase in optischen Gittern, Quantencomputer und Quanteninformation.


Nach Studium der Physik an der Friedrich-Wilhelm Universität Bonn und der University of New South Wales in Sydney promovierte er an der Universität zu Köln über die spektralen Eigenschaften niedrigdimensionaler Quantenmagnete.


Nach Abschluss einer einjährigen PostDok-Phase in Köln, in der er Streifenphasen der Hochtemperatursupraleiter und die Physik ultrakalter Quantengase in optischen Gittern studierte, wechselte er als PostDok an die Ecole Polytechnique de Lausanne, wobei er sich insbesondere mit der Physik stark frustrierter Systeme beschäftigte.


Nach Gewinn des European Young Investigator Awards (EURYI) 2007 leitet er nun seit Anfang 2008 eine Nachwuchsgruppe an der Technischen Universität Dortmund.


Ausgewählte Publikationen:

K.P. Schmidt and G.S. Uhrig, Excitations in OneDimensional S = ½ Quantum Antiferromagnets, In: Physical Review Letters 90, 227204 (2001).

K.P. Schmidt, S. Dusuel, and J. Vidal, Emergent Fermions and Anyons in the Kitaev Model, In: Physical Review Letters 100, 057208 (2008).

K.P. Schmidt, J. Dorier, A. Läuchli, and F. Mila, Supersolid Phase Induced by Correlated Hopping in Spin 1/2 Frustrated Quantum Magnets, In: Physical Review Letters 100, 090401 (2008).