Sonntag, 21. September 2008

Lebensaufgabe, nährende Liebe

„Kürzlich erzählte mir ein ehekrisengeschüttelter Freund, er habe eine sehr bemerkenswerte Frau kennen gelernt. In einer kleinen Runde habe sich ein sehr offenes Gespräch über das Fremdgehen entwickelt. Es habe viele Geständnisse gegeben und eine resignative, traurige Übereinkunft, dass es heute fast zu jeder langfristigen Beziehung gehöre. Schließlich habe die bemerkenswerte Frau dem Gespräch eine abrupte Wendung gegeben: »Fremdgehen ist für mich kein Themen, über das ich etwas sagen kann. Ich bin mittlerweile dreizehn Jahre verheiratet, da habe ich andere Prioritäten.« Die kleine, wahrheitssuchende Runde hielt zweifelnd, aber auch verwirrt inne. Ob die bemerkenswerte Frau sich und den anderen gar nur etwas vormachte? Ob sie sich der modernen Lebenswirklichkeit nur verschloss? Aber die bemerkenswerte Frau erläuterte, dass sie vor ihrer Ehe ein wildes Leben geführt, manchmal sogar mit drei Männern gleichseitig eine Liaison gehabt habe. Dann habe sie ihren Mann kennen gelernt und sich eines Tages entschieden, mit ihm ihr Leben zu teilen. Irgendwann sei sie mit ihm vor den Traualtar getreten und habe gesagt: »Ja, ich will!« Bis heute betrachte sie diesen Satz als ihre Lebensaufgabe: »Ja! - Ich habe mich für dich entschieden. Ja, ich will! – Ich will lernen, dich zu lieben!« So laute ihrer Selbstverpflichtung für ihre Ehe."

Aus „Liebe dich selbst und es ist egal, wen du heiratest“ von Eva-Maria Zurhorst

Die Autorin verweist dort auch auf ein Werk von Barry Long: „Sexuelle Liebe auf göttliche Weise“, ein recht radikales Büchlein, dessen zentrale These laute: »Wo immer ihr Frauen spürt, dass von einem Mann begehrlicher Sex ausgeht und keine euch nährende Liebe, verweigert euch! «

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