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Mittwoch, 13. Januar 2010

GMAT Score: Ermittlung und Bedeutung



Durch das oben beschriebene Verfahren wird das Ergebnis oder Niveau des Testteilnehmer ermittelt, der sogenannte "Score". Die zwei Aufsätze werden direkt vom Computer sowie von einem bzw. bei Unstimmigkeiten von zwei menschlichen Prüfern bewertet und bilden zusammen den sogenannten "Analytical Writing Assessment (AWA) Score", der auf einer Skala von 0 bis 6 in halben Punktzahlen angegeben wird. Dieses Ergebnis wird auf dem Ergebnisbericht zwar ausgewiesen, trägt aber gegenwärtig nicht zum Gesamtergebnis (Total Score) bei.

Dieses Gesamtergebnis besteht aus dem Ergebnis des mathematischen (quantitativen) und des sprachlichen (verbalen) Teils und wird auf einer einheitlichen Skala von 200 bis 800 Punkten ("Total Scaled Score") sowie häufig auch in Prozentzahlen von 1 bis 99 ("Total Percentile") angegeben. Das vorläufige Ergebnis wird dem Teilnehmer sofort nach Beendigung des Tests angezeigt, der offizielle Berichtsbogen mit den erzielten Ergebnissen in allen Abschnitten wird etwa zwei Wochen später zugesandt. Der Score wird dann auf Anfrage vom Prüfungsinstitut an die Universitäten übermittelt, bei denen sich ein Testteilnehmer beworben hat.

Durchschnittliche Ergebnisse: Der durchschnittliche GMAT-Teilnehmer erreichte in den letzten Jahren einen Wert von etwa 500 bis 550 Punkten (ca. 40 bis 60 %). Die Studenten an vielen der bekanntesten und führenden Universitäten weisen jedoch durchschnittliche GMAT-Punktwerte von über 650 auf (ca. 83 %), an einigen sogar von über 700 Punkten (ca. 92 %). Die meisten Universitäten weisen diesen Durchschnittswert ihrer Studenten als Orientierungswert aus (gerne auch zu Marketingzwecken), geben jedoch keine Mindestpunktzahl vor. Dieses wird auch von den Erstellern des GMAT empfohlen, u. a. da der Test eine statistische Abweichung von der "tatsächlichen" Fähigkeit eines Teilnehmers ("True Score") von knapp 30 Punkten aufweist, z.B. bedingt durch die Tagesform des Teilnehmers und die Auswahl der Fragen durch den Computer. Ein - nahezu - perfektes Ergebnis von 98 % bzw. mehr als 740 Punkte kommt hin und wieder vor, ist jedoch für keine Universität wirklich notwendig, da für das Zulassungsverfahren auch noch andere Kriterien herangezogen werden (Noten im Erststudium, Lebenslauf und Berufserfahrung, Empfehlungsschreiben, Bewerbungsschreiben, Bewerbungsinterview, usw.)

Testwiederholung: Falls ein Teilnehmer nicht mit seinem Ergebnis zufrieden ist, kann der Test mehrfach wiederholt werden, und zwar frühestens 31 Tage nach dem jeweils letzten Versuch. Theoretisch ist die Zahl der Wiederholungen kaum begrenzt, jedoch ist zu bedenken, dass der Test jedes Mal erneut kostenpflichtig ist und die letzten fünf erzielten Punktzahlen der jeweiligen Universität übermittelt werden, so dass diese sofort sieht, ob eine positive Entwicklung erkennbar ist. Ebenso werden häufige Testversuche von vielen Universitäten negativ für den Bewerber ausgelegt (allgemein werden maximal drei Wiederholungen empfohlen). Ein einmal erzielter Punktwert bleibt momentan ca. 20 Jahre lang gespeichert, die meisten Universitäten akzeptieren jedoch keine Testergebnisse, die länger als fünf Jahre zurückliegen.

Text: Wikipedia

Sonntag, 10. Januar 2010

GMAT - "Graduate Management Admission Test"


Viele Managerschulen verlangen von Bewerbern die Teilnahme am GMAT. Der Test hat seine ganz eigene Logik. Darauf sollte man sich vorbereiten.

(...) Keine der großen Schulen nennt zwar eine bestimmte Mindestpunktzahl als formales Aufnahmekriterium. (...) Als Faustregel gilt: Irgendwo zwischen 550 Punkten und den maximal erreichbaren 800 Punkten sollte landen, wer sich für eine der Eliteschulen in Amerika bewirbt.

"Aber was zur Hölle ist GMAT eigentlich?" (...) : "GMAT ist ein Test, der Ihre Fähigkeit misst, GMAT zu bestehen. Mehr nicht." So viel Tabula rasa muss sein, bevor Machot den Aufbau der Prüfung erklärt, die von einer Gruppe von Wirtschaftshochschulen organisiert und im Jahr von rund 100 000 Studenten in ausgewählten Test-Lokalen überall auf der Welt absolviert wird: Aus drei aufeinanderfolgenden Teilen besteht sie. Zunächst gilt es, in 60 Minuten zwei Essays zu vorgegebenen Themen zu schreiben, dann in je 75 Minuten 37 mathematische und 41 sprachlich-logische Aufgaben zu lösen. "Sie haben 1,9 Minuten je Antwort und mit Pausen insgesamt vier Stunden Prüfungssituation vor sich. Zeitmanagement und Ausdauer sind also das A und O."

Der anschließende Übungstest mit Fragen aus alten Jahrgängen macht außerdem klar, dass zur Vorbereitung auf die 250 Dollar teure Prüfung außer der Wiederholung von Oberstufen-Mathematik und englischer Grammatik vor allem eine Einführung in die Fragetechniken der GMAT-Entwickler gehören sollte. So gilt es zu wissen, dass GMAT zwar standardisiert am Computer absolviert wird, die Schwierigkeitsstufe der Fragen aber von den zuvor gegebenen Antworten abhängt: Wer danebenliegt, bekommt aus dem Fragenpool eine einfachere Variante serviert - kann dann aber auch nicht mehr mit der Höchstpunktzahl rechnen. Und wer damit nicht zufrieden ist, kann den Test zwar wiederholen, auf dem neuen Zeugnis wird aber auch das Resultat früherer Anläufe verzeichnet.

(..) Zwei bis drei Monate sollten sie sich auf den GMAT vorbereiten, keinesfalls länger - sonst schwinde die Motivation."

aus dem Artikel von SEBASTIAN BALZTER, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 09.01.2010, Nr. 7, S. C4