Sonntag, 20. Juli 2008

Vor dem Handeln überlege, Willy DeVille

Epiktet – Aus "Dem Buch vom geglückten Leben"

Versuchung und Widerstand
Vergiss nicht, bei jedem Vorfall in dich zu gehen und zu untersuchen, welches Mittel du besitzt um daraus Nutzen zu ziehen: erblickst du einen Schönen oder eine Schöne, so wirst du ein Mittel dagegen finden – die Selbstbeherrschung, kommt Anstrengung, so findest du Ausdauer, kommt Schmach so findest du Kraft zum Erdulden des Bösen. Und wenn du dir das zu Gewohnheit machst, wird dich die Vorstellung nicht hinreißen.

Selbstverleugnung (verkürzt)
Vergiss nicht, dass du dich im Leben, wie bei einem Bastmahl betragen musst: Man bietet etwas herum und es gelang zu dir. Strecke die Hand aus und nimm bescheiden davon; es geht an dir vorüber - halte es nicht auf, es will immer noch nicht kommen – blicke nicht aus der Ferne begehrlich darauf hin sondern warte, bis es an dich kommt. Ebenso halte es im Bezug auf Kinder, Frau, Ämter und Reichtum. Dann wirst du einst ein würdiger Tischgenosse der Götter sein.

Vor dem Handeln überlege (verkürzt)
Bei allem was du tun willst, achte auf das, was vorangeht und was nachfolgt; und so mache dich daran. Anderenfalls wirst du wohl anfangs lustig daran gehen, weil du nicht bedacht hast, was nachkommt. Danach aber, wenn sich etliche Schwierigkeiten zeigen, wirst du mit Schanden davon gehen. (...) Anderenfalls wirst du dich wie die Kinder betragen (..). Mensch, zuerst überlege, wie die Sache beschaffen ist. Dann prüfe auch deine eigene Natur, ob dir die Last nicht zu schwer ist.

Willy DeVille
“Am 25. August 1950 kommt Willy DeVille als William Borsay in Stamford zur Welt. Anfang der 60er Jahre verschlägt es ihn nach New York City. Die musikalischen Helden seiner Jugend sind Bob Dylan und Jimi Hendrix, von deren Einfluss sich DeVille nie lösen wollte. (...)
2008 erscheint mit "Pistola" ein weiteres Studioalbum, das erneut mit grundsolidem Songmaterial, gewohnt ambitionierten Texten und seinem unnachahmlichen Gesangsstil aufwarten kann. DeVille setzt dabei seine erfolgreiche Zusammenarbeit mit dem Produzenten John Philip Shenale (Bangles, Tori Amos, Robert Cray) fort.“
Pistola: „Fans schätzen seit jeher seine Vielfältigkeit, die sich vorwiegend als Fusion aus Rhythm And Blues, Folk-, Rock, Latin- und Cajun-Anleihen präsentiert. (..) Das eingängige "So So Real" eröffnet das Album mit an die Rolling Stones erinnernden Honky Tonk-Blues-Arrangement, wobei Willy sich gesanglich an die Klangfarbe der Stimme eines Bob Dylan anlehnt. (...) Mit "Pistola" hat der zotige Willy DeVille ein Werk veröffentlicht, das mit grundsolidem und entspanntem Songmaterial, erstaunlich facettenreichen Gesang und einer behutsamen Produktion überzeugt.

Gestern spielte und sang Willy DeVille auf dem Museumsplatz in Bonn. So so real!

Zu Willy's Auftritt schrieb WD das folgende Kommentar:
"- Willy DeVille war da, in Bonn, kettenrauchend, rauhkehlig melodiös singend und entspannten, aber intensiven Rock spielend; mit dem Stehen klappte es nicht mehr so ganz, saß oft (Jg. 50), Raucherbeine?" (http://wolfdoleys.blogspot.com/search?updated-max=2008-07-21T18%3A09%3A00%2B02%3A00&max-results=2)

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